muenchhausen

Mit der Dampfe an die Weser

Früher zu meinen ganz aktiven Zeiten, also als ich noch auf Regatten mitgepaddelt bin, war die Weser wie mein zweites Wohnzimmer. Seitdem ich aber mehr und mehr zum Sonntagspaddler verkommen bin, was meiner Arbeit geschuldet ist, komme ich nur noch selten dorthin. Umso mehr habe ich mich auf dieses Pfingsten gefreut. Ich liebe das wunderschöne Weserbergland. Von Hannoversch Münden bis Hameln kann man sich an seiner herrlichen Natur erfreuen. Nur haben wir (ihr wisst schon, mein weltallerbester Ehemann und ich) uns die Weser diesmal nicht vom Wasser aus angesehen. Das war die Gelegenheit gleich einmal meine neue Kamera zu testen. Drum habe ich euch ein paar Fotos mitgebracht.

Unser diesmaliges Ziel war das zauberhafte Bodenwerder, die Heimatstadt des Barons von Münchhausen. Ob da wohl ein verwandtschaftliches Verhältnis zu einer, dem Dampfer wohl bekannten Dame besteht?

Doch bevor es losgehen konnte wollte natürlich alles erst noch eingepackt werden. Campingzeug, Dampfkram, Ehemann etc. 😉

  • Alles beieinander?
    Alles beieinander?
  • Dampfe ist dabei
    Dampfe ist dabei
  • Joa passt
    Joa passt
  • Kann los gehen
    Kann los gehen

Gleich nach erreichen unseres Campingplatzes, haben wir unser Zelt aufgebaut und erst einmal ein Kaffeepäuschen eingelegt.

platz

Gemütlich oder? Leider blieb das nicht lange so. Seht ihr den Bierkasten, der sich da hinten in der Ecke versteckt? Der ist genauso voll wieder mit zurück gewandert. Abends hatten wir 3°C und jede Menge Regen. Brrr, da hat meinem Mann nicht einmal das Bier geschmeckt.

Aber schaut mal welch klasse Aussicht.

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Abends sind wir zu Fuß nach Bodenwerder, um schön Essen zu gehen. So ein bisschen Luxus darf auch mal. Auf dem Weg dahin hatten wir starken Gegenwind und Regen. Ich weiß nicht warum, doch plötzlich musste ich wieder an meine Raucherzeiten denken. Bei Regen und Gegenwind irgendwie die Kippe ankriegen und dann aufpassen, dass sie nicht durch die Nässe am Filter abbricht. Du meine Güte könnt ihr euch auch noch an die Verrenkungen erinnern, die man vollführt hat, um die Flamme vom Feuerzeug in Gang zu bringen? Ich war heilfroh meine Hände in den Taschen lassen zu können. Das sind dann immer die Momente, wo ich mir denke: “Was bist du für ein Glückspilz, dass du nicht mehr rauchen musst.”

Nachdem wir gegessen hatten und noch ein wenig plaudernd in der Gaststätte saßen, kam ein kleines Trüppchen herein und bei einer der Personen, baumelte ein Evod um den Hals. Ein kleines Grinsen konnte ich mir ja nicht verkneifen, als er klammheimlich ein wenig an seiner Dampfe nuckelte. Ihr wisst ja, ich dampfe nicht mehr in Gaststätten, einfach weil ich nicht mehr muss, aber ich kann das Verlangen danach immer noch ganz gut nachvollziehen. Am liebsten hätte ich ihm zugerufen: “Hey dampf ruhig, ich hab da nix dagegen.” Nur mal um das Gesicht zu sehen :-) Aber naja, wir waren schließlich nicht alleine.

Nach einer sehr ungemütlichen, kalten und fast schlaflosen Nacht, haben wir uns wieder auf den Weg nach Bodenwerder gemacht. Diesmal mit dem Auto, man wird doch im Alter immer bequemer, tse, tse, tse. Direkt an der Weser gab es einen kleinen Flohmarkt und dort sah ich Dampfer Nr.2. Anschließend sind wir in die hysterische, sorry historische Altstadt gedackelt und mir begegnete Dampfer Nr. 3. Schon vor zwei Jahren, als wir mit ein paar Freunden zu den Lichterfestspielen da waren, begegnete mir dort ein Dampfer. Hmm da muss wohl irgendwo ein Nest sein. Vielleicht liegt die Zuneigung zum Dampf ja auch an der Historie. Schaut mal, wenn ihr denkt ihr habt ein großes Dampfgerät…..

  • Watt is eine Dampfmaschin?
    Watt is eine Dampfmaschin?
  • dampfmaschine
  • dampfmaschine1

Schade, dass ihr den Text auf dem Foto nicht lesen könnt. Da steht ein süßes Gedicht über die erste Dampfmaschine in Bodenwerder.

Nachdem wir die Innenstadt von Bodenwerder und das zauberhafte Örtchen Kemnade besichtigt haben, sind wir noch zu der Sommer Rodelbahn gegangen. Für Familien mit Kindern ist das ein hervorragendes Ausflugziel, kann ich euch sehr empfehlen, wenn ihr aus unserer Ecke des Landes kommt. Auch für einen Zwischenstopp der Biker unter euch ist das ein ganz herrliches Plätzchen.  Die haben da einen sehr schönen überdachten Platz, an dem man dampfen darf und durchgängig warme Küche. Mein Mann hat sich einen Windbeutel zum Kaffee bestellt, ich hab mal probiert, hmmm lecker. Aus Sorge, dass der Windbeutel allzu sehr an meinem weltallerbesten Ehemann haften bleiben könnte, hab ich ihn dann allerdings noch über den Naturlehrpfad geschliffen :-)

  • Waldmeister Ob sich daraus wohl lecker Aroma machen lässt?
    Waldmeister Ob sich daraus wohl lecker Aroma machen lässt?
  • rundgang1
  • rundgang

Eigentlich wollten wir noch einen Tag länger bleiben, aber ganz ehrlich bei dem Wetter hatten wir einfach keine Lust mehr.

Mit der Kamera bin ich übrigens überhaupt nicht zufrieden. Die Fotos sind meiner Ansicht nach nicht schön geworden. Ich fürchte ich werde wohl doch noch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Was meint ihr?

2 Kommentare zu “Mit der Dampfe an die Weser

  1. Hallo Katrin,

    danke für Deinen äußerst erholsamen Erlebnisbericht. Hat wieder Spaß gemacht, zu lesen und daher gibts von mir dafür eine Empfehlung zum 53. #DampfDiDay.

    Liebe Grüße
    Kurbelursel

    P.S. Sooo schlecht finde ich die Bilder gar nicht mal. Sie dienen prima zur unterstützenden Illustration des Geschriebenen und fürs Wetter kann die Kamera ja nichts.
    Noch ein Bisschen üben vielleicht – passiert mir auch gerne, dass mein Schatten noch mit im Bild auftaucht. 😉

    1. Hallo Kurbelursel,
      hui gleich zwei Empfehlungen an einem DampfDiDay, zuviel der Ehre, rot ich werd 😀 Herzlichen Dank dafür.
      Also ich finde den Schatten von mir das bisher schönste Foto, das es von mir gibt :-)
      Aber du hast Recht, da muss noch geübt werden. Bilder lockern einen Artikel doch ganz hübsch auf, muss ja nicht immer in der Menge sein.
      LDablogrü

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