Unterlassene Hilfeleistung ?!

Ich habe mal wieder eine Geschichte für euch. Eine Geschicht, die zu erzählen mir nicht leicht gefallen ist, denn es ist eine wahre Geschichte deren Ausgang noch in den Sternen steht. Um keinerlei Bezug oder Ähnlichkeiten zu einer mir sehr lieb gewordenen Person aufkommen zu lassen, hab ich versucht die Geschichte zu verbildlichen. Ich denke es ist mir einigermaßen gelungen. Ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, dass die E-Zigarette sowas wie ein Heilmittel ist. Das ist sie ganz eindeutig nicht. Sie ist lediglich eine wesentlich weniger schädliche Alternative zum Rauchen. Seitdem ich dampfe bin ich Nichtraucher, das ist das was zählt. Das Rauchen ist das was krank macht. Den Weg zu unterbinden, mit Hilfe der Dampfe zum Nichtraucher zu werden, ist in meinen Augen arg grenzwertig, wenn nicht schon unterlassene Hilfeleistung.

Wie seht Ihr das? Na, lest erst mal selbst und lasst mir eure Ansicht darüber in den Kommentaren. Ich bin gespannt.

Was ist unterlassene Hilfeleistung?

Vor mir fährt ein Auto in den Graben.
Ich schaue rein zufällig grad in eine andere Richtung und fahre daran vorbei.
Ein Mann bedrängt eine Frau oder schlägt sie vielleicht sogar.
Ich hab plötzlich einen ganz wichtigen Termin dessen Ort mich in die andere Richtung führt.
Ein Kind fällt in einen Teich.
Ich gehe kopfschüttelnd daran vorbei. Können denn die Eltern nicht aufpassen.
Ein Bus fängt Feuer.
Ich zücke mein Handy und.... mache Aufnahmen für Fazebook.

Beispiele dieser Art könnte ich noch um ein etliches erweitern, was aber ist wenn offenen Auges zugesehen wird, wie es einem Raucher langsam aber sicher immer schlechter geht?

Ist der dann selber Schuld an seinem Elend? Er braucht ja bloß aufzuhören. Ist das wirklich so einfach? Darf ich ruhig danebenstehen und nichts tun? Oder sollte man nicht doch lieber alle Möglichkeiten ausnutzten um dieser Person zu helfen?

Wenn ein Verkehrsunfall direkt vor mir stattfindet, darf ich dann auch sagen, pfff hätte ja vorsichtiger fahren können. Oder ist es nicht doch irgentwie, alleine schon aus menschlicher Sicht, die Pflicht eines jeden anzuhalten und zu helfen?

Sicher, die Art der Hilfe, die man leisten kann hat viele Gesichter. Je nach Situation und den eigenen Voraussetzungen.

Fliegt ein Kind ins Wasser und ich bin Nichtschwimmer sind die Möglichkeiten andere, als für einen ausgebildeten DLRG ler.

Eine Möglichkeit hat jeder. Den Notruf wählen, aber bis die entsprechende Hilfe dann auch vor Ort ist braucht es Zeit. Zeit die durchaus über Leben und Tod entscheiden kann. Würde ein Nichtschwimmer nicht wenigstens versuchen dem Kind einen Schal oder den eigenen Hemdsärmel zuzuwerfen, um es herauszuziehen? Oder versuchen einen langen Stock zu finden, oder würde er nicht auch laut um Hilfe für das Kind rufen, um andere Passanten aufmerksam zu machen? Oder sich wünschen er könnte auf dem Wasser laufen?

Stellen wir das mal in Bezug zu unserem Raucher. Aufgrund seiner Raucherei geht es Ihm schlecht, womöglich sogar bedrohlich schlecht. Er hat aus eigener Kraft nicht die Möglichkeit sich aus seiner Misere zu befreien. Ist das dann nicht auch ein Mensch der Hilfe benötigt?

Gut welche Möglichkeiten haben wir? Nikotinpflaster (Schal), Nikotinkaugummis (Hemdsärmel), Bücher (langer Stock), psychische Behandlungen (andere Passanten)

Einen Schal haben wir nicht, es ist Sommer, die Hemdsärmel sind zu kurz, ein langer Stock lässt sich nicht auffinden und andere Passanten sind auch weit und breit nicht vorhanden. Alle Möglichkeiten, die in Betracht kamen, sind wirkungslos.

Jetzt stellt euch vor es gäbe die Möglichkeit über das Wasser zu laufen, die E-Zigarette! Damit hättet ihr als Dampfer die Möglichkeit diesen Menschen aus seiner Notlage herauszuholen.

Also Ihr lauft über das Wasser, schnappt euch den Raucher und habt ihn schon am Ufer. Pö la also plötzlich kommen erklärte Gegner des Rauchers, schubsen ihn wieder zurück ins Wasser und verurteilen euch. Über das Wasser laufen sei viel zu gefährlich und überhaupt noch gar nicht richtig erforscht. Für so etwas gibt es Taucher, die die Leichen aus dem Wasser ziehen. Der Presse bleibt das natürlich auch nicht verborgen, schließlich kann es ja nicht sein, dass da plötzlich jemand über das Wasser läuft. Die Sensation! Vermutlich hat der Dampfer jetzt Wasserblasen an den Füßen, könnte auch sein, dass er jetzt Kiemen bekommt und über Wasser nicht mehr atmen kann.

Wir wissen jetzt, da gibt es einen Raucher der Hilfe benötigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Umstieg auf die Dampfe diesem Menschen helfen kann, ist absolut gegeben. Die erklärten Dampf- und Rauchgegner legen die Hände in den Schoß, obwohl sie die Möglichkeiten hätten, das Dampfen unter wissenschaftlichen Bedingungen und vorurteilsfrei zu erforschen. Nicht nur das, sie sorgen auch noch dafür, dass der unbeteiligte Bürger einen völlig falschen Eindruck erhält und dadurch wegsieht, in eine andere Richtung geht oder einfach nur tatenlos daneben steht.

In meinen Augen ist das unterlassene Hilfeleistung!

Hat mal bitte einer die Nummer vom Dampfer-Notruf für mich?

Diese Geschichte passiert grade, mit dem Unterschied, dass mein Raucher abgeschreckt von den Dampfgegnern nicht mehr aus dem Wasser will. Wozu auch wenn man gleich wieder zurückgeschubst wird und wenn auf dem Wasser laufen schädlicher sein könnte als zu ertrinken.

Egal was passiert eines steht fest: Ich werde NICHT wegsehen!

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