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Glücksmomente

Ach herrje. Als das Thema für die 2. Dampferblogparade herauskam, dachte ich nur: “Wo soll ich denn da anfangen?”

Dennoch hat auch dieses Thema wieder seine ganz besonderen Reize. Zu erfahren welches Glück die Dampferei so mit sich bringen kann zeigt den gewaltigen Unterschied zum Rauchen. Ich habe mal versucht in meinem Gedächtnis zu kramen und Glücksmomente beim Rauchen zu finden. Was soll ich sagen? So sehr ich mich auch anstrenge, es fällt mir kaum etwas ein. Die Gemeinsamkeit beim Stehen in der Kälte mit anderen Rauchern? Hmm ich weiß nicht. Klar Gemeinsamkeit ist immer schön, aber so? Ein Glücksmoment war höchstens, wenn der Euro im Automaten mal nicht stecken geblieben ist.

Ganz anders verhält es sich nun beim Dampfen, daher beteilige ich mich sehr gerne an der 2. Dampferblogparade mit dem Thema “Dampfen – meine Glücksmomente”

Viel Spaß beim Lesen….

 

Tja wo soll ich denn nun anfangen? Versuchen wir es doch einfach mal von Vorn :-)

Mein allererster Glücksmoment war, als ich feststellte, dass mich das Dampfen tatsächlich von den Zigaretten wegbringen kann. Der zweite, als ich es geschafft habe. Der dritte und mit der größte Glücksmoment, als ich erfahren habe wieder vollkommen gesund zu sein. Gut dieser Umstand ist mehr dem zu verdanken, dass ich mit dem Rauchen aufgehört habe. Nicht weil ich angefangen habe zu dampfen, a Bär ohne Dampf hätte ich nicht mit dem Rauchen aufhören können. Daher denke ich das zählt auch.

Seitdem ist mein Dampferleben durchgängig mit Glücksmomenten gespickt. Ständig entdecke ich wieder etwas Neues. Die Freude über eine gute neue Wicklung, oder über eine besonders gut gelungene Liquidmischung. Die freudige Erwartung eines neuen Dampfpäckchens. Die Freude einen schönen Verdampfer, oder Akkuträger gefunden zu haben. Anderen Dampfern zu begegnen, die das Glücksgefühl Dampfer zu sein teilen und sich miteinander auszutauschen gehört auch dazu.

Vieles wurde mir auch erst richtig bewusst, nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört hatte. Der Gestank, der Gilb an den Wänden und Fenstern. Das Ausharren in bitterer Kälte, nur um eine zu rauchen. Der Zwang eine rauchen zu müssen, wie die berühmte Zigarette danach, also nach dem Essen 😉 Die Zigarette zum Kaffee, die erste Zigarette am Morgen (übrigens ein hartnäckiges kleines Scheißerchen, bin ich erst ganz zum Schluss losgeworden). Das sind alles Dinge, die man als Raucher gar nicht wahr nimmt und/oder verdrängt. Nein ich vermisse nichts daran und auch das ist ein Glücksmoment. Ein Glücksmoment, der noch immer täglich vorhanden ist. Selbst nach 4 Jahren dampfen, freue ich mich darüber nicht mehr rauchen zu müssen.

Ich bin ja sowieso ein sehr freiheitsliebender Mensch, bestimmt schon gemerkt oder? Jetzt diesen Zwang zu rauchen endlich losgeworden zu sein, das ist eigentlich kein Glücksmoment. Das lässt mich auf Wolke 7 schweben.

Viele sind ja der Meinung nur eine Sucht gegen eine andere auszutauschen. Meine Meinung ist da eine andere. Ich kann dampfen, muss es aber nicht. Ich genieße das Dampfen einfach, nicht mehr und nicht weniger. Das hat zwar am Anfang meines Dampferlebens noch ganz anders ausgesehen, da war ich ein reiner Dauernuckler, aber auch das erledigt sich mit der Zeit.

Letzte Woche sind mein Mann und ich in eine Art Badeparadies gefahren. Innerhalb des Gebäudes ist rauchen und dampfen strikt verboten. Wir waren schon öfter da. Früher bin ich bei jeder Gelegenheit vor die Tür, um eine zu rauchen. Im Bademantel, bei den gleichen Temperaturen, wie z. Zt.. Diesmal jedoch… wir haben mittags eine gemütliche Tasse Kaffee getrunken…(dampfen gehen, nein meine Gedanken drehten sich nur um das nötige Kleingeld für den Kaffeeautomaten) … zu Abend gegessen, in demselben Gebäude…(nicht zwischendurch gedampft, aufs Essen gefreut)… Essen beendet, meinem Mann noch ein gemütliches Abschlussbierchen gegönnt…(nicht sofort nach dem Essen ungeduldig vor die Tür gerannt). Ich habe die gesamte Zeit nicht einen Gedanken an das Dampfen gerichtet. Erst nachdem wir das Gebäude wieder verlassen haben, habe ich meine Dampfe hervor gezückt. Das ist mir Beweis genug. Zudem kommt auch noch, dass ich als Raucherin Orte vermieden habe, an denen ich nicht rauchen durfte. Die suche ich jetzt gerne wieder auf z. B. das Kino.

Klar das alles kommt nicht von heute auf morgen, aber besonders angestrengt habe ich mich dafür nicht. Das braucht nur Geduld und auch die kommt mit dem Dampfen zurück. Heute bin ich mir zu 100 und einen Prozent sicher, ich werde nie wieder eine Zigarette rauchen, ganz egal was passiert.

Ach ich könnte noch so viele Glücksmomente anführen, der zurückgekehrte Geschmack, die zurück gewonnenen Kondition usw.

Sicherlich, wo Licht ist, ist auch Schatten. Mir mangelt es mittlerweile an Kleingeld für den Kaffeeautomaten 😉 Nur die Glücksmomente beim Dampfen überwiegen doch eindeutig. Daher freue ich mich für jeden, der diesen Weg gefunden hat.  Huch, ebenfalls Glücksmomente, nu is aber gut :-)

 

Wenn Ihr noch mehr über die Glücksmomente beim Dampfen erfahren möchtet, findet Ihr alle Geschichten hier: “Dampferblogparade 2. Teil 2, Teilnehmer”

15 Kommentare zu “Glücksmomente

  1. Einige deiner Glücksmomente kann ich auch für mich bestätigen.
    Ich habe als Raucherin auch Orte gemieden, an denen man nicht rauchen dufte.
    Ja, ich habe mir sogar meine Arbeitsstelle danach ausgesucht. Wenn ich nirgends rauchen
    konnte, habe ich die Stelle nicht angenommen.
    Erst vor sechs Monate habe ich eine neue Stelle angetreten und mir wurde erst bewußt, dass
    ich nicht darauf geachtet hatte, ob ich da rauchen/dampfen kann, als eine Bekannte mich danach
    fragte. Und ich stimme dir vollkommen zu, dass einem das Dampfen ein hohes Maß an Freiheit
    zurück gibt.

    1. Hallo Anonymous,
      wow sogar die Arbeitsstelle danach ausgerichtet. Das ist schon krass oder? Ja es wird einem wirklich erst bewusst, wenn man umgestiegen ist. Freut mich, dass auch Du den Weg in die Freiheit gefunden hast :-)
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich wünsch Dir viel Spaß und Erfolg auf deiner neuen Arbeitsstelle.
      Liebe Grüße

  2. Stimmt und toll ist es auch noch “ich kann dmapfen, wenn ich will, muss aber nicht”. So schön beschrieben Katrin! Danke dafür.
    Es ist eine gewisse Freiheit, die wir Dampfen wieder kennen und sicher auch schätzen gelernt haben – durch das neue Hobby.

    Danke, dass Du uns auch an Deinen Glücksmomenten hast teilhaben lassen.

    1. Hallo Vapore,
      lieben Dank für Deinen Kommentar :-)
      Ich wünsche auch Dir weiterhin viele, viele Glücksmomente und allzeit gut Dampf :-)
      Liebe Grüße

  3. Habe das gerade schon an anderer Stelle geschrieben… das Fehlen des unstillbaren Verlangens nach dem Rauchen empfinde auch ich als echten Glücksmoment. Das ist ein unglaubliches Stück Freiheit, das ich durch das Dampfen gewonnen habe.

    Schön zu lesen, dass auch Du das so empfindest.

    1. Hallo PepeCyB,
      jetzt nur nicht die wieder gefundene Freiheit von der Schokolade verführen lassen 😉 Obwohl auch egal. Mit mehr Luft fällt das Joggen bestimmt auch wieder leichter :-)
      Lieben Dank und viele Grüße

  4. Hallo Katrin,

    erst überraschst Du mit einer völlig verblüffenden Frage und bietest anschließend ein buntes Potpourri kleiner und großer Glücksmomente, die das Leben für Dich bereit hält, seit Du nicht mehr rauchst, sondern dampfst.

    Vielen Dank, dass Du sie mit uns teilst und mit diesem Artikel an unserer 2. Dampferblogparade teil nimmst.

    Weiterhin noch viele glückliche Momente und
    liebe, kollegiale Dampfblogger-Grüße

    Kurbelursel

    1. Liebe Kurbelursel,
      wäre es nicht schön, wenn auch andere den Eingang zu diesem Glück finden würden?
      Ich hoffe sie folgen der Spur.
      Einen herzlichen Dank und mit lieben Dampfblogger Grüßen
      Katrin

        1. Oh prima :-)
          Pssst! *flüster* Alle Mann (Frau auch) folgen, lasst uns einen kleinen Abstecher zu Dampfer Wittenberg machen. Bis gleich 😉

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